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GlücksspielProblemen

Wie wird einem problematischen Glücksspieler geholfen: Ein Ratgeber für Familie und Freunde

Wenn Sie sich Sorgen über die Spielgewohnheiten eines geliebten Menschen machen, hoffen wir aufrichtig, dass Sie in diesem Artikel das finden, wonach Sie suchen. Wir werden hier darüber sprechen, wie Sie die augenfälligen Anzeichen einer Spielsucht erkennen können, wie Sie mit einem problembehafteten Spieler sprechen und ihm helfen können, und was Sie tun können und müssen, um sich und Ihre Familie zu schützen.

Der Inhalt dieses Artikels:

  1. Die Anzeichen, dass Ihr geliebter Mensch zu einem Problemspieler geworden ist
  2. Warum und wie wird jemand zum Problemspieler
  3. Wie konfrontiert man problematische Spieler mit deren Verhalten
  4. Wie kann einem problematischen Spieler geholfen werden
  5. Wie Sie sich und die eigene Familie schützen

Die Anzeichen, dass Ihr geliebter Mensch zu einem Problemspieler geworden ist

Hat sich Ihr Partner, Familienmitglied oder Freund in letzter Zeit auffällig verhalten, sodass Sie befürchten müssen, dass er oder sie spielsüchtig ist? Wir hoffen inständig, dass dies nur ein Trugschluss sein sollte, aber eventuell wird sich Ihr Verdacht verhärten. Bevor Sie jedoch mit ungerechtfertigten Vorwürfen Ihrem Liebsten Unrecht tun, sollten Sie zunächst selbst Ihre Bedenken und deren Ursachen einschätzen.

Wir haben für Sie in diesem Artikel drei Kategorien für Anzeichen einer Glücksspielsucht zusammengefasst, an Hand derer Sie feststellen werden können, ob Ihr Verdacht sich bestätigt oder nicht. Nehmen Sie sich also genügend Zeit und gehen Sie diese einzelnen Punkte durch, nur so können Sie Ihre berechtigten Ängste und Verdächtigungen zerstreuen, oder diese werden sich unter Umständen sogar bewahrheiten.

Geldbezogene Anzeichen

  • Schulden und Geldleihe
  • Ersparnisse und Vermögen schwinden
  • Zahlreiche Kredite, unbezahlte Kredite oder Pfändungsaufforderungen
  • Wenige oder gar keine Nahrungsmittel zu Hause
  • Oftmals „verlorenes Geld" und/oder Geldbörsen
  • Fehlende Bankauszüge
  • Geheime Bankkonten, Kredite oder Kreditkarten
  • Große Veränderungen in den finanziellen Ausgabegewohnheiten

Zwischenmenschliche Anzeichen

  • Stimmungsschwankungen und/oder ungeklärte Wutausbrüche
  • Depression
  • Vermeiden der zwischenmenschlichen Kontakte mit der Familie und Freunde
  • Hobbys werden zurückgestellt oder ganz aufgegeben
  • Familie und Freunde erkundigen oder beschweren sich über die Person, die sich zurückgezogen hat und sich emotional distanziert hat
  • Vermeidung von gesellschaftlichen Ereignissen und Versammlungen
  • Versuch, Mitmenschen durch Drohungen, Lügen oder Charme-Offensiven zu kontrollieren bzw. zu manipulieren
  • Aktivitäten geheim halten

Zeitlich begrenzte Anzeichen

  • Unerklärtes und plötzliches Verschwinden der betreffenden Person, ohne vernünftige Erklärungen
  • Keine Zeit für alltägliche Routinen
  • Zu viele Krankmeldungen und vorgezogene Urlaubstage
  • Viel Zeit damit zu verbringen, Spielinhalte zu lesen oder anzusehen
  • Ungewöhnlich viel Zeit mit alltäglichen Aufgaben verbringen (z. B. für einen Lebensmitteleinkauf in einem Geschäft um die Ecke - dabei zwei Stunden außer Haus zu sein)

Hinweis: Um mehr über Symptome und Anzeichen von Glücksspielproblemen im Allgemeinen zu erfahren, lesen Sie unseren Artikel über die Symptome und Diagnose bei Glücksspielproblemen.

Warum und wie wird jemand zum Problemspieler

In den oben angeführten Auflistungen für problematisches Verhalten beim Glücksspiel haben Sie möglicherweise schon einige besorgniserregende Ähnlichkeiten entdeckt, die zu Personen aus Ihrem näheren Umfeld passen. Wenn Sie jetzt ungläubig, verwirrt oder auch beängstig sein sollten, so können Sie sicher sein, dass diese Gefühle in diesem Stadium weit verbreitet sind. „Wie kann jemand, der mir so wichtig ist, in die Glücksspielsucht abgleiten? Warum konnte dies jemals passieren?" Dies sind nur einige der Gedanken, die Ihnen wahrscheinlich gerade jetzt durch den Kopf gehen.

Die Wahrheit ist, dass niemand den Vorsatz hat, ein problematischer Spieler zu werden. Die Glücksspielsucht ist in ihren frühen Stadien kaum zu erkennen, wenn sie aber dann offensichtlich wird, ist die betreffende Person normalerweise bereits vollkommen in die Spielsucht abgeglitten. Wir haben einen viel ausführlicheren Artikel über die Ursachen der Glücksspielsucht und die damit einhergehenden Problemen verfasst, den Sie hier lesen können. In diesem Artikel haben wir für Sie die vier Hauptgründe für die Spielsucht zusammengefasst, damit sollten Sie zumindest ein grundlegendes Verständnis dafür bekommen, warum Menschen in diese Sucht kippen können und welche selbstzerstörerischen Auswirkungen diese Abhängigkeit haben kann.

  1. Das Anfängerglück - Sie haben das (leider falsche) Glück, beim Ihren ersten Spielen hoch zu gewinnen. Einer Person, die von diesem anscheinenden Glück getroffen wurde, wird wahrscheinlich wiederholt zum Glücksspiel zurückkehren, in der Hoffnung, den Nervenkitzel und die Freude eines erneuten hohen Gewinns immer wieder genießen zu können. Stellen sich jedoch keine Gewinne mehr ein und werden stattdessen nur noch Verluste geschrieben, so stört dies die „normalen" Spielgewohnheiten und diese Personen können glücksspielsüchtig werden.
  2. Der Eskapismus - Personen, die sich gerade mit schwierigen Lebenssituationen herumschlagen müssen oder die unter negativen Emotionen leiden, können das Glücksspiel eine Möglichkeit ansehen, die eigenen Probleme hinter sich zu lassen, denn das Spielen lenkt von den gegenwärtige Lebensumständen ab. Aber die Schwierigkeit besteht darin, dass sich diese Personen übermäßig in das Glücksspiel stürzen, damit Sie alles um sich herum vergessen können. Diese Süchtigen sehen möglicherweise die Antwort auf all ihre Probleme im Glücksspiel, was sich natürlich nie zu ihren Gunsten auswirkt.
  3. Die Soziale Isolation - Menschen, die allein sind und keinen oder nur wenig sozialen Kontakt zu anderen Personen haben, können zum vermehrten Spielen anfangen, nur um sich als Teil einer bestimmten Gemeinschaft zu fühlen. Der Antrieb zum ungesunden Spielverhalten auf Grund von Unzufriedenheit und Unglück führt im Allgemeinen dazu, dass eine Person suchtauslösende Spielgewohnheiten entwickelt.
  4. Der Einfluss der Eltern - Haben Sie jemals eine Schachtel Zigaretten mit der Aufschrift „Kinder von Rauchern werden selbst zum Raucher" gesehen? Beim Glücksspiel verhält es sich genauso. Wenn Kinder in einem familiären Umfeld aufwachsen, in dem sich ein oder auch beide Elternteile häufig am Glücksspiel versuchen, so sind sie einem hohen Risiko ausgesetzt, in die gleichen Fußstapfen ihrer Eltern zu treten.

Bevor Sie eine bestimmte Person in Ihrem Umfeld mit dessen problematischem Spielverhalten konfrontieren, sollten Sie zuvor auf jeden Fall einige Dinge beachten. Eine davon ist, dass Sie sich vorab überlegen, welche Probleme, Ursachen oder Auslöser diese Personen dazu bringen könnten, so zu handeln. Versuchen Sie, einfühlsam zu sein und schätzen Sie die Situation zuvor ein, damit Sie keine voreiligen Schlüsse fällen und ein eventuell falsches Urteil oder Beschuldigungen abgeben.

Wie konfrontiert man problematische Spieler mit deren Verhalten

Sie haben also ernsthafte Gründe zur Annahme, dass jemand in Ihrem näheren Umfeld ein veritables Glücksspielproblem hat. Sie nehmen an, dass Sie bereits die Gründe und die Ursachen dieses Problem erkannt zu haben, und sind bereit, den betreffenden Menschen mit dessen Verhalten zu konfrontieren. Aber es gibt zuvor noch etwas zu tun, bevor Sie sich mit der betroffenen Person auseinandersetzen wollen.

Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor

Stellen Sie sicher, dass Sie sich selbst in einem guten, ausgeglichenen emotionalen Zustand befinden. Denn die Feststellung, dass jemand in Ihrem engsten Freundes- oder Familienkreis ein Glücksspielproblem hat, kann auch bei Ihnen selbst Emotionen wie Vertrauensverlust, Angst, Wut, Frustration, Verwirrung aber auch generelle Hilflosigkeit auslösen. All diese Befindlichkeiten sollten Sie vor dem Gespräch auf jeden Fall kontrollieren und am besten ganz ablegen.

Um jemanden helfen zu können, bedarf es eigener Stärke und Ausgeglichenheit. Und seien Sie vorbereitet, dass dieser Prozess viel Zeit in Anspruch nehmen wird, um Ihre Lieben dazu zu bringen, ihre Verhaltensweisen hinsichtlich des Glücksspiels zu ändern. Ergreifen Sie daher auch rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen, um sich selbst und das Wohl Ihrer Familie und Freunde zu schützen. Halten Sie selbst Ihre täglichen Routinen ein - gehen Sie Ihren Hobbys nach, treffen Sie sich mit Freunden und der Familie, betreiben Sie Sport und nehmen Sie sich auch Zeit für sich selbst.

Denken Sie immer daran, dass der Ihnen nahe stehende Mensch, der schwerwiegende Probleme mit seinem Spielverhalten hat, dies auf keinen Fall tut, um Sie zu ärgern oder gar zu verletzen. Niemand entscheidet sich freiwillig dafür, in die Glücksspielsucht zu kippen, sondern ist selbst ein Opfer der Umstände. Oftmals beginnt die Spielsucht damit, dass die betroffenen Personen sich selbst oder ihre Familien aus einer finanziell schwierigen Situation retten zu wollen.

Nehmen Sie sich also Zeit, setzen Sie sich zusammen und beginnen Sie mit dem ersten Gespräch

Sobald Sie also so gut wie möglich sich auf diesen Moment vorbereitet haben, ist es Zeit geworden, sich darüber Gedanken zu machen, wann und wo Sie die Initiative ergreifen werden. Wählen Sie jenen Zeitpunkt, in der Ihre Bezugsperson auch eine freie Minute hat, um ein ernstes Gespräch zu führen, und achten Sie auch darauf, dass sich Ihr Gegenüber auch in einer guten Stimmungslage befindet. Was den Ort der Besprechung betrifft, sollten Sie möglichst private Räumlichkeiten auswählen, an dem die beiden Gesprächspartner sich ungestört und vor allem sicher fühlen können.

Vergessen Sie aber dennoch nicht, dass Personen, die unter der Spielsucht leiden, trotz dieser vorbeugenden Maßnahmen auch auf die unterschiedlichste Arten reagieren können. Sie werden möglicherweise mit Wut konfrontiert werden, oder die Personen, denen Sie helfen wollen, fühlen sich erleichtert, dass sie auf einmal jemanden haben, mit dem sie sprechen können, oder die Glücksspielsüchtigen schämen sich für ihr Verhalten und in einigen Fällen versuchen sie sich auch aus der Situation herauszulügen. Rechnen Sie ruhig mit all diesen möglichen Reaktionen, und seien Sie vorbereitet, sodass Sie mit diesen Herausforderungen auch umgehen werden können.

Wenn es also zu diesem ersten Gespräch kommen sollte, so empfehlen wir Ihnen einige Punkte auf jeden Fall anzusprechen, andere jedoch eher beiseite zu lassen.

  • Erklären Sie auf jeden Fall die Auswirkungen, die die Glücksspielprobleme der betroffenen Person auf Sie und Ihre Umwelt hat
  • Konzentrieren Sie sich auf die positiven Aspekte und darauf, was getan werden kann, um die ganze Situation zu verbessern
  • Sprechen Sie mit der betroffenen Person über die unmittelbaren Vorteile einer zeitlichem und finanziellen Einschränkung oder sogar einer kompletten Beendigung des Glücksspiels
  • Sagen Sie dem Glücksspielsüchtigen, dass Sie diese Schritte setzen, weil Sie sich um ihn/sie kümmern wollen
  • Verwenden Sie vor allem jene Wörter und Ausdrücke, die auch die betreffende Personen im Bezug aufs Glücksspiel verwendet, damit er/sie die Situation auch besser verstehen und einschätzen wird können
  • Seien Sie offen für jene Argumentationen, die Sie zur Verteidigung zum Hören bekommen werden.
  • Stellen Sie offen die Frage: „Wie schlimm müssen die Dinge erst werden, bevor Sie er/sie dieses Verhalten wirklich als Problem ansieht?"
  • Habe Sie aber auch vor allem Geduld mit der betroffenen Person
  • Tadeln Sie nicht die spielsüchtige Person und verübeln Sie nicht deren Taten, die die betroffene Person gesetzt hat und schreiben Sie ihm/ihr nicht die Schuld an Allem zu
  • Halten Sie auch keine elendslangen Vorträge über die Situation - die betroffenen werden Ihnen nicht mehr zuhören wollen bzw. nicht mehr mit Ihnen sprechen wollen
  • Erklären Sie den Betroffenen auch nicht, was Sie nicht alles an deren Stelle tun würden, solange Sie nicht selbst eine Sucht bereits überwunden haben
  • Predigen Sie auch nicht, welche Handlungen die Süchtigen setzen sollten, sondern versuchen Sie stattdessen, ein gemeinsames Ergebnis zu erreichen

Es kann aber auch gut möglich sein, dass Sie der/die Betroffene während des Gesprächs ablenken oder diese Unterhaltung in eine andere Richtung lenken will, deshalb halten Sie sich immer an jene vier Punkte, die in Ihrem Gespräch vorkommen sollten.

1. Erklären Sie, wie Sie sich eigentlich dabei fühlen

Legen Sie Ihrem Liebsten klipp und klar dar, welche persönlichen und allgemeinen Veränderungen Sie in dessen Verhalten bereits bemerkt haben, warum es auch Sie selbst betrifft und wie Sie sich in der ganzen Situation fühlen.

2. Hören Sie gut zu und schenken Sie Ihrem Gegenüber Ihre vollste Aufmerksamkeit

Geben Sie den Betroffenen genügend Zeit, damit sie ihre ganze Leidensgeschichte mitteilen können. Unterbrechen Sie Ihnen Gesprächspartner nicht, und lassen Sie ihn/sie zu Ende sprechen. Erst dann sollten Sie ihn/sie bitten, über das Glücksspiel nachzudenken und über die Tatsache, ob dieses als Problem angesehen wird oder nicht.

Sollte Ihr Gegenüber dies nicht als Schwierigkeit oder gar als Problem ansehen, so können Sie durchaus vorschlagen, dass die betroffenen Person einen Selbsttest machen sollte, der ihn/sie auf deren problematisches Glücksspielverhalten hinweist. Wir haben auf unserer Webseite einen umfassenden Artikel über die Diagnose von Glücksspielproblemen zusammengestellt. Dieser beinhaltet viele hilfreiche Informationen, wie zum Beispiel den Fragebogen der Anonymen Glücksspieler, aber auch viele weitere Möglichkeiten für die (Selbst)-Diagnose beim problematischen Glücksspielverhalten.

3. Fragen Sie die Betroffenen nach deren Meinung

Stellen Sie ihnen die Frage, was sie in Ihrer Situation tun würden und welche Schritte sie als nächstes gedenken zu tun. Wenn die Diskussion zu einem bestimmten Zeitpunkt zu intensiv werden und das Gespräch aus dem Ruder laufen sollte oder wenn Offensichtlichkeiten angezweifelt werden, so können Sie diese Unterhaltung auch jederzeit beenden. Vereinbaren Sie aber noch zuvor, dass Sie diese Unterhaltung zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen wollen, und dass beide Gesprächspartner genügend Zeit bekommen, um sich zu beruhigen und wieder klare Gedanken sammeln können.

4. Ermutigen Sie Ihr Gegenüber, über die mannigfaltigen Möglichkeiten nachzudenken, wie er/sie mit dem Problem umgehen könnte

Diskutieren Sie die möglichen Lösungsansätze. Sie können auch auf einige Hilfseinrichtungen hinweisen, damit die betroffenen Spieler ihre eigenen Nachforschungen anstellen können, bevor er/sie einen weiteren Entschluss tätigt. In diesem Zusammenhang kann auch unser Artikel „Wie Sie problematisches Glücksspiel überwinden können" mit Sicherheit hilfreich sein.

Wie kann einem problematischen Spieler geholfen werden

Es gibt keine einzig richtige Wahrheit, um einen glücksspielsüchtigen Spieler wieder zurück auf die richtige Bahn zu bringen. Sie stehen Ihnen immer mehrere mögliche Wege bzw. Lösungsmöglichkeiten offen, auf die wir in diesem Teil des Artikels nun näher eingehen werden. Es existieren natürlich die verschiedensten Problemlösungsansätze für die unterschiedliche Personen, die einen funktionieren bei der einen Personengruppe besser, die anderen möglicherweise schlechter, und es gibt keine Garantie dafür, sofort auszuloten, welcher Ansatz bei Ihrer betroffenen Person der richtige ist.

Lassen Sie in einem ersten Schritt die betroffenen Person selbst auswählen, welchen Schritt zur Problemlösung er/sie gehen möchte. Beobachten Sie aber genau, ob sich ein gewisser Fortschritt in der Problembewältigung einstellt und versuchen Sie zeitnah einen anderen Ansatz, wenn sich die Situation nicht verbessert. Aber, auch das müssen Sie sich immer wieder vorsagen, es braucht Zeit, um sich von einer Sucht zu erholen. Seien Sie also geduldig und helfen Sie unterstützend, wo immer dies möglich ist.

1. Lassen Sie den glücksspielsüchtigen Spieler selbst entscheiden

Es besteht selbstverständlich immer die Möglichkeit, dass diese Ihnen wichtige Personen keine Hilfe von Ihnen in Anspruch nehmen will. Zwar schaffen es nur sehr wenige Menschen, sich selbst von der Spielsucht loszusagen, aber Sie sollten dennoch die Meinungen und Entscheidung der betroffenen Person respektieren. Denn persönliche Erfahrungen und Handelsweisen wiegen auf jeden Fall mehr als ein paar Worte.

Falls Sie sich für diese Option entschieden haben, so empfehlen wir Ihnen, die möglichen Fortschritte in regelmäßigen Zeitabständen zu überprüfen und oft mit Ihren Mitmenschen über deren bisherigen Erfahrungen zu sprechen. Legen Sie ein bestimmtes Datum fest, oder bestimmen Sie einen Zeitraum (z. B. einmal pro Monat), an dem Sie sich mit der spielsüchtigen Person treffen und bewerten Sie dann gemeinsam die Situation neu. Und wenn Sie feststellen sollten, dass sich Verhalten bzw. die Situation nicht gebessert hat, so sollten Sie zeitnah einen anderen Ansatz wählen.

Hinweis: Stellen Sie sicher, dass Sie der betroffenen Person während dieses Zeitraums so viel als möglich Hilfestellungen und Informationsmaterialien zur Verfügung stellen. Und für alle, die sich bei diesem Prozess schwer tun, haben wir auf unserer Webseite unter „Verantwortungsvolles Spielen und Hilfe bei der Glücksspielsucht" viele hilfreiche Artikel und Links zusammengefasst, die Sie bitte jederzeit nutzen sollten.

2. Legen Sie Wert auf Zusammenarbeit

Wenn Sie und die betroffenen Spieler zusammenarbeiten, so ist die eine hervorragende Möglichkeit, um die eventuelle Gesundung gezielt voranzutreiben. Verwechseln Sie jedoch nicht das „Zusammenarbeiten" mit „Für den Süchtigen zu arbeiten". Sie sollten klare Grenzen setzen, und diese auch kundtun, wie viel und mit was Sie alles bereit sind zu tun, um zu helfen. Bringen Sie nicht selbst Ihre Gesundheit in Gefahr, und setzen Sie nicht Ihr geistiges Wohlbefinden und Ihre finanzielle Stabilität aufs Spiel.

Wir haben unterschiedliche Vorschläge für Sie vorbereitet, die Sie durchaus annehmen könnten, wenn Sie zielgerichtet helfen wollen. Wählen Sie diejenigen aus, die Sie für richtig halten, und wenden Sie diese auch an.

Sich um die Finanzen kümmern

  • einigen Sie sich auf einen täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Höchstbetrag, der für Glücksspiele ausgegeben werden darf - idealerweise sollte dieser null sein
  • helfen Sie dabei, ein allgemeines gültiges Budget für Lastschriften und für ausstehende Rechnungen einzurichten
  • überlegen Sie, wie Sie die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für nicht wesentliche Ausgaben gezielt einschränken können
  • kümmern Sie sich für eine festgelegten Zeitraum um die Kredit- und Debitkarten der betroffenen Person
  • und wenn Sie um einen Kredit oder Finanzvorschuss von der betroffenen Person gefragt werden, so sollten Sie ihn/sie davon überzeugen, dass er/sie selbst für die noch offenen Beträge gerade stehen müssen und stellen Sie auch sicher, dass alle offenen Rechnungen vollständig und pünktlich zurückbezahlt werden

Die Freizeitaktivitäten und das gesellschaftliche Leben

Die Zeit, die der Spieler gewinnt, wenn die Glücksspielaktivitäten zurückgeschraubt werden, muss aber sinnvoll nun genutzt werden, denn Langeweile in der neu gewonnenen Zeit kann unter diesen Umständen gefährlich werden, da das krankhaften Verlangen nach dem Glücksspiel wieder akut werden kann, vor allem dann, wenn es nichts gibt, das die betroffene Person in dieser neu gewonnenen Freizeit unternehmen kann.

  • verbringen Sie Ihre freie Stunden mit ihnen und füllen Sie diese Zeiträume mit interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeiten
  • lassen Sie die Kontakte zur Familie und zu den Freunden der betreffenden Person wieder aufleben und vergrößern Sie auch so die breite Front an möglichen Unterstützern im Kampf gegen die Spielsucht

Definieren Sie exakte Regeln für den Haushalt und für das Zusammenleben

Diese klaren Anforderungen können natürlich leichter umgesetzt werden, wenn Sie mit dem betreffenden Problemspieler zusammenleben. Stellen Sie sicher, dass diese Regeln nicht nur aus Jux und Tollerei festlegt wurden, sondern einigen Sie sich auch auf Konsequenzen, wenn diese nicht eingehalten und befolgt werden.

  • lassen Sie sie alle aktuellen Schulden und Verpflichtungen klar offenlegen und überprüfen Sie regelmäßig die relevanten Finanztransaktionen, um festzustellen, dass keine neuen Schulden gemacht werden
  • damit Sie sich nicht immer um die Spielschulden anderer kümmern müssen
  • trennen Sie auf jeden Fall Ihre finanziellen Gebarungen von denen des Süchtigen und beschränken Sie dessen Zugang - sofern möglich - von Kreditkarten und von Bargeld
  • verwalten Sie die finanziellen Agenden des/der Betroffenen für eine bestimmte, festgelegte Zeit
  • wenn Sie auch zu der Überzeugung gekommen sind, dass es richtig und notwendig ist, so sollten Sie Ihre gegenseitige Beziehung auch als Voraussetzung dafür sehen, damit die betroffene Personen die schlechten Gewohnheiten aufgibt

3. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch

Manchmal kann das Glücksspiel das Leben eines Menschen so sehr in Mitleidenschaft ziehen, dass weder die spielsüchtige Person, noch Sie oder jemand anderer in Ihrem sozialen Umfeld Abhilfe schaffen kann. Wenn dieser Fall eingetreten sein sollte, so müssen Sie sich Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen. Auf unserer Webseite haben wir eine übersichtliche Liste von professionellen Hilfsorganisationen zusammengestellt, bei denen Sie sowohl internationale als auch regionale Hilfestellungen finden werden.

Wenn Sie schlussendlich das Gefühl nicht mehr loswerden, dass Sie keine weiteren Möglichkeiten mehr haben, Ihren Angehörigen zu helfen, so empfehlen wir Ihnen dringend, sich mit Selbsthilfegruppen im Bereich des problematischen Glücksspiel in Kontakt zu treten und sich mit den unterschiedlichen Arten verfügbarer professioneller Hilfe zu befassen. Viele dieser Selbsthilfe- und Notfallsgruppen bieten ihre Dienste und Hilfe vollkommen kostenlos an. Und obwohl psychologische und fachärztliche Beratung in vielen Fällen manchmal sehr teuer werden kann, sollte es dennoch keinen Preis geben, der zu hoch ist, um für die Gesundheit und Sicherheit Ihrer Angehörigen aufzukommen.

Wie Sie sich und die eigene Familie schützen

Auf jeden Fall sollte die Hilfestellungen für einen geliebten Menschen, der der Spielsucht verfallen ist, nicht auf Kosten Ihrer eigenen körperlichen, geistigen und finanziellen Gesundheit oder gar jener Ihrer ganzen Familie gehen.

Achten Sie also immer auf Ihre psychische und physische Gesundheit

Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Problemen beim Glücksspiel ist sowohl eine geistige als auch körperliche sehr anstrengende Erfahrung, selbst wenn Sie nicht die betroffene spielsüchtige Person sein sollten. Daher sollten Sie einige vorkehrende Schritte unternehmen, um nicht das eigene Wohlergehen und das Ihrer Familie zu gefährden.

Um die verzehrenden Auswirkungen von Glücksspielproblemen abzufedern, sollten Sie sich an bestimmte tägliche Routinen halten. Ernähren Sie sich gesund, halten Sie sich an Ihren natürlichen Schlafrhythmus und betreiben Sie mehrmals die Woche Sport oder machen Sie zumindest regelmäßige Bewegung. Diese wird Ihnen nicht nur selbst körperlich gut tun, sondern lenkt von den Problemen ab, denen Sie sich stellen müssen. Außerdem setzen diese Vorgänge auch Dopamin frei, das Ihnen bei hilft, einen körperlich und geistig ausgeglichenen Zustand zu erreichen.

Beschäftigen Sie sich mit Ihren Hobbys und gehen Sie jenen Aktivitäten nach, die Ihnen normalerweise Spaß machen. Aber lassen Sie es keinesfalls zu, dass die Probleme des spielsüchtigen Angehörigen oder Freunds Ihnen jede einzelne Minute in Ihrem Leben vermiest und die Dominanz über Ihr Ich einnimmt, denn dies hilft niemanden weiter.

Suchen auch Sie die Gesellschaft Ihrer Freunde und Familie und vertrauen Sie sich auch diesen an. Denn manchmal ist es auch notwendig, sich die Probleme von der Seele zu reden. Sprechen Sie mit jenen Menschen, denen Sie vertrauen können, und teilen Sie diesen Ihre Gefühle und Sorgen mit. Seien Sie offen zu diesen Menschen und verbergen Sie nichts, und lassen Sie es nicht zu, dass Sie von Ihren Sorgen aufgefressen werden.

Wie man entscheidet, wem man es anvertraut

Natürlich kann es Ihnen schwer fallen, über einen geliebten Mitmenschen und dessen Probleme mit anderen Personen zu sprechen. Für manche könnte es so wirken, als ob Sie hinter dem Rücken des betroffenen mit anderen Menschen sprechen. Im Grunde genommen sollte natürlich die glücksspielsüchtige Person die Freiheit haben, selbst zu wählen, wer über seine kritischen Lage Bescheid weiß, und wer nicht. Daher sollten Sie dieses Thema mit ihm/ihr besprechen, bevor Sie sich jemanden anderen anvertrauen.

Stoßen Sie aber auf wenig Gegenliebe bei der von der Spielsucht heimgesuchten Person, so haben Sie höchstwahrscheinlich keine andere Wahl, als Ihre eigene persönliche Situation mit anderen Menschen ohne dessen Zustimmung zu besprechen. Aber bevor Sie dies wirklich tun, so sollten Sie die Vor- und Nachteile dieses Vorhaben sorgfältig abwägen. Treffen Sie Ihre endgültige Entscheidung auf Grunde Ihrer Überlegungen.

Wenn Sie sich körperlich bedroht fühlen

In manchen Fällen kann ein Spielsüchtiger auch zu gewalttätigen Ausbrüchen neigen, sei es verbal aber auch physisch. In so einem Fall, auch wenn dies auf den ersten Blick wie Verrat oder „Im-Stich-lassen" anfühlen mag, sollten Sie sich so schnell wie möglich von einer solchen Person distanzieren.

Bereiten Sie daher schon im Voraus eine Exit-Strategie - wie zum Beispiel einen Fluchtplan - für den schlimmsten anzunehmenden Fall vor. Machen Sie sich schlau, wo die externe Hilfestellungen in solch akuten Fällen bekommen können, sein es telefonische Helplines oder Schutzeinrichtungen in Ihrer Nähe, an die Sie sich bei Gefahr in Verzug wenden können. Und unter Umständen werden Sie auch einen Rechtsbeistand hinzuziehen müssen, da Sie nicht wissen können, in wie weit eine Situation eskalieren kann.

Schützen Sie Ihre eigenen Finanzen

Die Spielsucht ist wie ein großes Schwarzes Loch, das alles verfügbare Geld verschluckt und eine mehr als klaffende Lücke in Ihrem Brieftaschen, Bankkonten und Ersparnisse hinterlässt. Diese finanziellen Probleme beziehen sich nicht nur auf den Spielsüchtigen, sondern können sich auch auf dessen Familie, Freunde und Mitarbeiter erstrecken. Wenn Sie also Ihren Lebensunterhalt, Ihr eigenes finanzielles Wohl nicht gefährden möchten, sollten Sie einige vorbeugende Maßnahmen in Betracht ziehen.

Grundsätzlich sollten Sie es immer vermeiden, dem Spielsüchtigen Geld zu leihen oder für seine Schulden gerade zu stehen und diese abzudecken. Sollten Sie dies in der Vergangenheit bereits getan haben, eventuell auch ohne genauere Kenntnis der Lage, so hilft es niemandem, sich selbst zu geißeln, aber wiederholen Sie den Fehler nicht. Und leihen Sie auch unter keinen Umständen Ihre Kreditkarten her, oder geben Sie Ihre PIN-Codes bekannt, und lassen Sie auch keines dieser beiden Dinge irgendwo in Ihrem Haus oder Wohnung unbeaufsichtigt frei herumliegen.

Überdenken Sie auch in regelmäßigen Abständen Ihre finanziellen Vereinbarungen mit dem Spielsüchtigen. Denn wenn Sie der Ehepartner oder ein Familienmitglied der süchtigen Person sind, so teilen Sie möglicherweise gemeinsame Kreditkarten oder haben ein gemeinsames Bankkonto. Es ist auf jeden Fall vorteilhaft, über diese Regelungen sorgfältig nachzudenken und diese Übereinkünfte zumindest vorübergehend zu ändern. Wenn Sie es sich zutrauen, so können Sie auch versuchen, all Ihre Finanzen selbst zu verwalten. Sofern Sie dazu nicht in der Lage sind, sollten Sie aber die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Sie Ihren Namen von Ihren gemeinsamen Konten entfernen, und beantragen Sie bei Ihrem Bankinstitut getrennte Kreditkarten.

Nur so vermeiden Sie eigene Schulden und eine schlechte Kredit-Bewertung. Finanzielle Einschnitte sind niemals eine angenehme Erfahrung, sind jedoch manchmal unabdingbar. Machen Sie Ihrer Familie klar, dass Sie möglicherweise den Gürtel für eine Weile enger schnallen müssen. Überprüfen Sie Ihre Ausgaben, die Sie in der letzten Zeit getätigt haben und reduzieren Sie sofort unnötige Ausgaben. In diesem Fall ist es auch vorteilhaft einen wöchentlichen oder monatlichen Kosten- und Ausgabenplan zu erstellen, und teilen Sie diesen Ihren Familienmitgliedern mit, eventuell können diese finanzielle Zuschüsse für einen bestimmten Zeitraum leisten. Vergessen Sie nicht, die finanziellen Ausgaben zu priorisieren, und kommen Sie Ihren Ratenzahlungen und sonstigen monatlichen Fixkosten immer zeitgerecht nach. Sie können Daueraufträge bzw. Lastschriften für Ihre Rechnungen, Hypotheken und anderen wiederkehrenden Ausgaben einrichten.

Vermeiden Sie rechtliche Schwierigkeiten. Egal wie unwahrscheinlich diese Möglichkeit auch sein mag, Sie müssen immer auch den Schlimmsten einzutretenden Fall in Betracht ziehen. Situationen, bei denen ein Suchtverhalten eine bedeutende Rolle spielt, können oft schnell und unerwartet außer Kontrolle geraten.

Halten Sie also alle Ihre Finanzen und Besitztümer für alle Fälle schriftlich fest, ziehen Sie auch Ihre Vermögenswerte, Ausgaben, Einnahmen, Beiträge, Geschenke usw. in diese Aufstellungen mit ein. Außerdem sollten Sie Kopien von Ihren wichtigsten Dokumenten machen und diese an einem sicheren Ort aufbewahren. Dazu sollten die Heirats- und Geburtsurkunden, die Besitz- oder Mietrechte, sowie Ihr Reisepass und Führerschein gehören. Und unterzeichnen Sie niemals Dokumente, die Ihnen vorgelegt werden, und die Sie unterschreiben sollen, wenn Sie diese nicht verstehen und von denen Sie wissen, dass Sie sich die darauf genannten Summen nie leisten werden können.

Wenn Sie nach dem oben erwähnten Aufwand der Meinung sind, dass dies alles für Sie zu viel ist, so können Sie sich auch jederzeit an einen fachkundigen Finanzberater wenden.

Solche Berater helfen Ihnen dabei, mit Ihrer Hausbank zu sprechen und können in manchen Fällen auch verhindern, dass Ihr Haus versteigert oder Ihr Besitz aufgelöst wird. Und wenn Sie viele Schulden haben, so können diese Finanzprofis Ihnen raten, welche Schulden vorrangig beglichen werden müssen, und sie helfen Ihnen auch bei den Rückzahlungsformalitäten bei den verschiedenen Kreditbüros und Banken. Aber auch bei der Einleitung eines Konkurses werden Sie von ihnen beraten und diese wiegen auch die Vor- und Nachteile eines damit verbundenen Verfahrens ab.

Negative Auswirkungen auf Kinder bei Problemen mit dem Glücksspiel

Die Glücksspielprobleme der Eltern können ebenfalls enorme Auswirkungen auf deren Kinder haben. Kinder von Spielsüchtigen haben höhere Chancen, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten und selbst ein gestörtes Verhältnis mit dem Spielverhalten zu entwickeln. Viele Kinder leiden oft auch unter Vereinsamung, Wut und Depression.

In ganz extremen Fällen werden die Kinder auch Opfer dieser existenzbedrohenden Auswirkungen der Spielsucht. Denn in einem finanziell herabgewirtschafteten Haushalt bekommen Kinder nicht genug oder regelmäßig zu essen, leiden an Unterernährung und haben nicht genug bzw. alte und abgenutzte Bekleidung und Schuhwerk. Auch die Schul- und Freizeitaktivitäten der Kinder sind auf Grund der Spielsucht zumindest eines Elternteils auch schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Kinder von spielsüchtigen Eltern werden situationsbedingt früher erwachsen als die meisten anderen Kinder. Sie lernen in manchen Bereichen die Verantwortung ihrer Eltern zu übernehmen, wie zum Beispiel die Betreuung ihrer jüngeren Geschwister. Sie sind gezwungen sein, Familienfehden, Gewalt, Streit und auch eventuell den finanziellen Bankrott der Familie mitzuerleben, der möglicherweise in die Obdachlosigkeit führt.

Wie hilft man Kindern aus Familien mit Glücksspielproblemen

Kinder, die sich in den gleichen Situationen befinden, wie Erwachsene, müssen selbstverständlich auch über ihre Gefühle sprechen und über ihre Situation reden können. Geben Sie also auch den Jüngsten die Möglichkeit sich Ihnen anzuvertrauen und lassen Sie sie frei über ihre Gefühle sprechen.

Denn in vielen Fällen projizieren die Kinder die Schuld für die Spielsucht auf sich selbst und haben das Gefühl haben, dass sie irgendwie dafür verantwortlich sind, für das, was gerade in ihrer Familien passiert. Diese Ängste, Annahmen und Gedanken müssen Sie sofort zerstreuen und im Keim ersticken. Und Sie müssen Ihnen versichern, dass sie auf keinen Fall an den Problemen der Spielsüchtigen Schuld haben. Wenn Sie mit ihnen sprechen, verurteilen Sie das spielsüchtige Familienmitglied nicht. Denn dies kann für ein Kind sehr verwirrend sein. Am besten Sie trennen den Menschen von der spielsüchtigen Person, und kritisieren dann nur dessen Verhalten.

Beschäftigen Sie die Kinder mit den unterschiedlichsten Aktivitäten, denn nur so können sie - zumindest für eine gewisse Zeit - von ihren Sorgen und Ängsten befreit werden. Es ist auch durchaus vorteilhaft, dass die Kinder in die Familienaktivitäten einbezogen werden, um den Zusammenbruch familiärer Bindungen zu verhindern. Jedoch in die Problemlösungsphase, die gerade ihre Familie mitmacht, sollten die Kinder nicht allzu sehr involviert werden. Denn Kinder haben das Recht, Kinder zu sein.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es eine äußerst schwierige Aufgabe ist, die viel Fingerspitzengefühl benötigt, einem geliebten Menschen dabei zu helfen, aus den Fängen der Spielsucht zu entkommen, aber es ist machbar. Wir hoffen inständig, dass Sie in diesem Artikel hilfreiches gefunden haben, dass Sie, Ihre Familie und Freunde dabei unterstützen wird, damit Sie schnell wieder in ein normales und geregeltes Leben zurückkehren können.

Würden einige Ihrer Freunde dies als nützlich betrachten?

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