"daran von insolventen oder in Liquidation befindlichen Casinos so einfach Geld zurück zu bekommen glauben allerdings offensichtlich nicht mal die Prozessfinanzierer"
Hallo, das ist richtig, und auch in Deutschland nicht anders, aber aus einem anderen Grund als du glaubst. Dieser ist schlicht: Zum Zeitpunkt des Insolvenzverfahrens müssen Gläubiger (Spieler) ihre unbestrittene (wenn erst prozessiert werden muss ist die doch bestritten!) oder titulierte Forderung (das Urteil etc.) dem Liquidator (bei Auflösung) oder Insolvenzgericht (bei Insolvenz) bis zu einem Stichtag angezeigt (angemeldet) werden müssen! Wenn du Lust hast findest du beispielsweise hier weitere INFO: https://liquidation-gmbh.de/gmbh-aufloesen/gmbh-aufgeloest-forderungen/
Es ist evident, dass bei der möglichen Zeitdauer eines Prozesses von 2 oder mehr Jahren der (bei bestreiten notwendige) Titel zu spät erstritten werden könnte. Das ist der Grund, warum Prozessfinanzierer bei (sogar schon drohender) Liquidation oder Insolvenz eine Übernahme ablehnen, nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Dass die Rechtsprechung in Östereich anders, als in Deutschland ist, auch damit hast du recht; die wird aber in einer "Bananenrepublik" ebenso anders sein.
Aber darum geht es doch hier alles gar nicht, sondern im Kern um die Tatsache, dass hier Schreibende und sich Informierende in der Regel bereits einen Titel haben, und befürchten, dass sie ihr Geld nicht bekommen und um die, die eventuell vor der Frage stehen "Klage erheben -oder nicht?".
Wenn dann hier "gejammert" wird -sinngemäß: "Hilfeee, wir werden alle steeeeerben"-, von (hoffentlich Ex-) Spielern, die bereits einen Titel haben und die "Execution" betreiben müssen, weil die verurteilten trotzdem nicht zahlen, dann verkennnen diese, dass sie vor dem Erstreiten des Titels bereits alles verloren hatten, das Risiko des Verlierens beim Zocken also mit der Leistung von echtem Geld eingingen und nun mit Hilfe der Prozessfinanzierer die Chance erhalten haben, kostenlos (!!!) das verzockte Geld wieder zurück zu erhalten.
Wenn hier also statt Zuversicht zu säen -die absolut auch rechtlich(!!) begründet ist- Zweifel an der Durchsetzbarkeit verbreitet wird -die unbegründet ist- dann wird den betroffenen ein Bärendienst erwiesen, der die Casinobetreiber "feixen" lässt, wenn sie hier davon lesen (wovon auszugehen ist!), zeigt sich doch, dass ihre Strategie, durch Verbreitung von Unsicherheit unter Einsatz jeglicher Mittel (Verzögern, unrechtmäßige Gesetze einbringen lassen, ...) erfolgreich ist, und ich frage mich sogar, ob hinter dem einen oder andern hier geposteten Artikel nicht sogar ein Mittelsmann der Casinobetreiber steckt!
Das "durchpeitschen" von Bill55 hat Herr Wirtschaftsminister Silvio Schembri zu verantworten. Er hat es ins Parlament eingebracht und Sorge dafür getragen, es "im Rekordtempo !!!" zum Gesetz zu verabschieden. Die Motive von Herrn Schembri können durch zweierlei Gründe gegeben sein:
- Durch "Lobbyeinfluss der Casinos" (Lobbyisten gibt es überall in Parlamenten, könnte man ihm also noch zugute halten) oder
- durch Korruption; siehe hierzu meine Beiträge auf Seite 42 (dazu muss sich jeder selbst seine Meinung bilden).
Ich habe aber weder für ein "Ängste schürendes" Posting hier, noch für die Motive von Herrn Schembri, egal wie geartet, Verständnis.
Dafür besitze ich -mit Verlaub- einerseits die für eine Beurteilung der Rechtslage notwendigen (Mindest-Rechts-) Kenntnisse (ohne Rechtsanwalt zu sein, aber in artverwandtem Studium erworben) und andererseits die dazu notwendige Skrupellosigkeit nicht, um das Verhalten von Herrn Minister Schembri gut zu heißen!
Mit bestem Gruß