Ich verstehe Ihren Standpunkt hier ehrlich gesagt, denn ich habe früher ganz ähnlich über Spielautomaten-Nummern gedacht. 🙂
Ich hatte auch die Tendenz, mir die Daten anzusehen – Gesamteinsätze, Auszahlungsquote, Anzahl der Drehungen – und zu vergleichen, was „sollte" mit dem tatsächlichen Ergebnis. Daher verstehe ich vollkommen, warum sich 120.000 Drehungen wie eine Stichprobe anfühlen, bei der sich die Werte bereits dem erwarteten RTP annähern sollten.
Und um ehrlich zu sein, ist Ihre Frage nicht unberechtigt.
Das Schwierige daran ist, dass die Auszahlungsquote (RTP) oft missverstanden wird. Es handelt sich nicht wirklich um eine Zahl, auf die sich Ihr persönliches Spielverhalten langsam und vorhersehbar zubewegt, insbesondere bei Spielen mit hoher Volatilität.
Und die Volatilität ist hier wahrscheinlich das Wichtigste.
Viele moderne Spielautomaten sind sehr volatil, was bedeutet, dass ein großer Teil der Auszahlungsquote (RTP) auf seltenere, aber hochbezahlte Ergebnisse entfällt. Daher können zwei Spieler sehr viele Drehungen spielen und trotzdem völlig unterschiedliche Ergebnisse erzielen.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Sprechen Sie von einem einzelnen Spiel oder von Ihrer gesamten Casino-Geschichte?
Denn wenn dies über mehrere Spiele hinweg geschieht, wird es viel schwieriger, die Mathematik direkt mit einer einzelnen beworbenen Auszahlungsquote (RTP) zu vergleichen.
Auch wenn 120.000 Drehungen enorm klingen (und ehrlich gesagt, sind sie auch eine Menge), reichen sie bei manchen sehr volatilen Spielen möglicherweise trotzdem nicht aus, um Ergebnisse zu erzielen, die auch nur annähernd dem theoretischen RTP entsprechen.
Deshalb kann die persönliche Leistungsanalyse für analytisch denkende Spieler manchmal frustrierend sein. Man kann Unmengen an Daten sammeln, sorgfältig rechnen und am Ende trotzdem Zahlen erhalten, die unmöglich oder unfair erscheinen.
Ich finde Ihre Frage zu den RTP-Versionen ebenfalls berechtigt, da manche Spiele je nach Casino/Betreiber in unterschiedlichen RTP-Einstellungen existieren.
Das Schwierige daran ist, dass es allein anhand persönlicher Ergebnisse fast unmöglich ist, eindeutig zu beweisen, ob es sich bei dem, was man sieht, um extreme Abweichungen oder um ein anderes RTP-Setup handelt.
Ich verstehe die Frustration also sehr gut, denn wenn man sich die Zahlen mal genauer ansieht, fühlt sich eine Rendite von 64,8 % nach so vielen Drehungen natürlich sehr weit von dem entfernt an, was man erwartet hat.
Es tut mir leid, dass ich mich einmische; ich habe nur jemanden mit einer ähnlichen Herangehensweise gesehen und wollte meine Unterstützung ausdrücken.