Der Vergleich hinkt etwas. Kein normaler Nutzer zieht bei jeder Online-Zahlung einen Anwalt zu Rate oder prüft Lizenzregister – das ist im Alltag weder üblich noch zumutbar. Man verlässt sich als Verbraucher darauf, dass ein Anbieter, der öffentlich wirbt, Zahlungen entgegennimmt und eine Verifizierung durchführt, auch rechtlich sauber arbeitet.
Gerade wenn ein Casino auf Deutsch verfügbar ist, gängige Zahlungsanbieter wie Klarna akzeptiert und mit regulären AGB auftritt, entsteht für den Nutzer der Eindruck eines legalen Angebots. In Deutschland ist für Online-Glücksspiel aber eine gültige Lizenz gesetzlich vorgeschrieben (§ 4 Abs. 4 GlüStV 2021). Ohne diese Lizenz ist das Angebot nicht erlaubt – völlig unabhängig davon, was in den AGB steht.
Ich habe das Casino kontaktiert, um eine sachliche, direkte Lösung zu finden, aber leider wurde ich komplett ignoriert. Eine Reaktion oder Klärung blieb aus – das spricht aus meiner Sicht nicht für ein seriöses Verhalten.
Die Verantwortung für die rechtliche Zulässigkeit liegt beim Anbieter, nicht beim Kunden. Wenn ein Angebot gegen gesetzliche Vorgaben verstößt, ist der Vertrag gemäß § 134 BGB nichtig – auch dann, wenn der Kunde formell zugestimmt hat.






