Vielen Dank für Ihre erneute Rückmeldung. Allerdings zeigt Ihr letzter Beitrag erneut, dass Sie konsequent am Kern des Problems vorbeidiskutieren.
Es geht hier nicht darum, was Spieler in einem „stark regulierten Markt wie Österreich wissen sollten".
Es geht um Ihre Plattform, Ihre Verantwortung und die Art, wie Sie Online-Casinos ohne österreichische Konzession bewerben. Punkt.
1. Ihr Hinweis auf Spielerwissen ist irreführend
Ob ein Spieler weiß, ob ein Casino in Österreich lizenziert ist oder nicht, ist völlig unerheblich.
Relevant ist, dass Sie:
- Casinos unter der Überschrift „Top Online Casinos Österreich – neu, seriös & sicher" listen,
- diese Casinos aktiv bewerten, empfehlen und ranken,
- und dabei bewusst verschweigen, dass diese Anbieter in Österreich illegal handeln.
Das ist keine „neutrale Information".
Das ist klare Werbung, und zwar für Anbieter, die in meinem Land gegen geltendes Recht verstoßen.
2. Ihr Argument zur „Hilfe bei Problemen" ist schlicht realitätsfern
Die Behauptung, man könne bei CasinoGuru Hilfe bekommen und Beschwerden würden fair behandelt, widerspricht sowohl meinen eigenen Erfahrungen als auch jenen zahlreicher anderer Spieler.
Ich selbst habe mehrere Beschwerden eingereicht, inklusive einer eindeutig belegten Missachtung meiner Selbstsperre.
Diese Beschwerden wurden:
- ohne fundierte Begründung abgelehnt,
- mit Regelinterpretationen beantwortet, die in keinem Gesetz stehen,
- und mit Aussagen gerechtfertigt, die ausschließlich Ihre eigenen Fantasie-„Richtlinien" betreffen.
Besonders absurd war Ihre Begründung, ein Casino habe angeblich zwei Wochen Zeit, um einen nachträglichen Selbstsperrwunsch aufgrund von Spielsucht umzusetzen.
Ich frage Sie:
In welchem Gesetz, in welcher Regulierung, in welchem Gerichtsurteil soll das stehen?
Antwort: In keinem.
Das sind frei erfundene Vorgaben, die Sie selbst aufstellen und die in keinem einzigen Rechtsstaat Bestand hätten.
So viel zum Thema „Spielerschutz".
3. Warum Beschwerden bei Ihnen häufig abgelehnt werden – das eigentliche Problem
- CasinoGuru ist ein Affiliate-Portal.
- Ihre Einnahmequelle besteht ausschließlich daraus, Spieler an Online-Casinos zu vermitteln.
- Je mehr Spieler Sie zu diesen Casinos schicken, desto mehr verdienen Sie.
Es liegt in der Natur dieses Geschäftsmodells, dass Sie sich nicht mit großen Casinoanbietern anlegen können oder wollen – denn diese finanzieren Ihr Portal.
Diese Abhängigkeit erklärt:
- warum Beschwerden gegen große Anbieter regelmäßig abgelehnt werden,
- warum ungünstige Fälle kleingeredet oder „regulierungstechnisch uminterpretiert" werden,
- und warum offensichtlich illegale Casinos auf Ihrer Plattform als „seriös" und „empfehlenswert" präsentiert werden.
Dass Sie das bestreiten, macht es nicht weniger offensichtlich.
4. Ihre Beurteilungen haben keinerlei rechtliche Relevanz
Sie argumentieren, meine Beschwerde habe nicht den Kriterien entsprochen, die Sie für einen gültigen Selbstausschluss festgelegt haben.
Ich möchte es klar formulieren:
Ihre Kriterien sind rechtlich irrelevant.
In Österreich hat bereits der Oberste Gerichtshof in einer Vielzahl von Verfahren entschieden:
- Verträge mit nicht-lizenzierten Online-Casinos sind nichtig.
- Spieler haben Anspruch auf vollständige Rückerstattung ihrer Verluste.
- Die Illegalität der Anbieter reicht allein aus – unabhängig von Selbstsperren, Spielverhalten oder sonstigen Umständen.
Würde ich eine Beschwerde bei Ihnen einreichen, die auf die Illegalität der Casinos gestützt ist, würde auch diese von Ihnen abgelehnt – nicht etwa, weil sie unbegründet wäre, sondern weil sie nicht in Ihren Affiliate-geschäftlichen Rahmen passt.
5. Und zuletzt: Der eigentliche Zweck meines Beitrags
Mein ursprünglicher Beitrag drehte sich nicht um CasinoGuru, sondern darum, ob jemand Erfahrungen mit österreichischen Anwälten oder Prozessfinanzierern hat, die solche Fälle übernehmen.
Stattdessen musste ich mich mit einer Reihe von Falschaussagen, Ablenkungsargumenten und selbst erfundenen „Regeln" Ihrer Plattform auseinandersetzen.
Ihr Portal kann gerne weiter Bewertungen erstellen und Rankings basteln – aber bitte hören Sie auf, so zu tun, als wären diese professionell, objektiv oder rechtlich fundiert.
Die österreichische Rechtslage ist eindeutig:
Das Bewerben und Vermitteln illegaler Online-Casinos ist rechtlich problematisch, und Ihre Behauptung, Sie würden lediglich „informieren", ist angesichts Ihrer Werbetexte schlicht nicht haltbar.
Ich hoffe, Sie überdenken künftig die Art und Weise, wie Sie gegenüber österreichischen Nutzern kommunizieren.
Denn die Realität sieht anders aus, als Sie es hier darstellen.